Übertragende Sanierung
Auch: Asset Deal aus der Insolvenz, Distressed M&A
Bei der übertragenden Sanierung kauft ein Investor den Geschäftsbetrieb eines insolventen Unternehmens, während die Altschulden beim alten Rechtsträger bleiben.
Die übertragende Sanierung ist die häufigste Form der Unternehmensrettung in der Insolvenz. Der Insolvenzverwalter verkauft die Vermögensgegenstände, Verträge und den Kundenstamm im Wege des Asset Deals an einen Käufer, meist eine eigens gegründete neue Gesellschaft. Der Kaufpreis fließt in die Insolvenzmasse und wird an die Gläubiger verteilt.
Der Käufer erhält einen weitgehend schuldenfreien Betrieb. Die Arbeitsverhältnisse gehen grundsätzlich nach § 613a BGB über, wobei in der Insolvenz Besonderheiten bei Haftung und Personalanpassungen gelten. Garantien des Verkäufers sind im Kaufvertrag in der Regel stark eingeschränkt. Erfolgsfaktoren sind Tempo und ein überzeugendes Fortführungskonzept. Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter wenden sich bei langen Hängepartien schnell ab.