Goodwill

Auch: Firmenwert, Geschäftswert

Goodwill ist der Teil des Kaufpreises, der über den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich Schulden hinausgeht – etwa für Kundenstamm, Ruf und eingespieltes Team.

Kaum ein gesundes Unternehmen wird nur zum Wert seiner Maschinen, Waren und Forderungen verkauft. Der Käufer zahlt zusätzlich für die Fähigkeit des Betriebs, Gewinne zu erzielen: Kundenbeziehungen, Marke, Standort, Know-how und Organisation. Dieser Mehrbetrag wird als Goodwill oder Firmenwert bezeichnet.

Beim Asset Deal wird der Goodwill in der Steuerbilanz des Käufers aktiviert und über einen gesetzlich festgelegten Zeitraum abgeschrieben. Beim Share Deal taucht er nur im Konzernabschluss auf, nicht in der Bilanz der gekauften Gesellschaft. Das beeinflusst, welche Vertragsform für den Käufer steuerlich günstiger ist. Ein hoher Goodwill ist nur gerechtfertigt, wenn die Ertragskraft auch ohne den bisherigen Inhaber erhalten bleibt. Bei stark personengebundenen Betrieben kann er nach der Übergabe schnell schrumpfen.

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Verwandte Begriffe

  • Substanzwert

    Der Substanzwert ist der Wert der einzelnen Vermögensgegenstände eines Unternehmens abzüglich der Schulden, ohne Berücksichtigung künftiger Erträge.

  • Kaufpreisallokation

    Die Kaufpreisallokation teilt den Gesamtkaufpreis auf die einzelnen erworbenen Vermögenswerte und den verbleibenden Firmenwert auf.

  • Praxiswert

    Der Praxiswert ist der ideelle Wert einer Arzt-, Zahnarzt- oder Therapiepraxis, der über den Substanzwert der Einrichtung hinausgeht – vor allem für Patientenstamm und Standort.

  • Kundenabhängigkeit

    Kundenabhängigkeit liegt vor, wenn ein großer Teil des Umsatzes auf wenige Kunden entfällt; sie gilt beim Unternehmenskauf als wesentliches Risiko.

  • Asset Deal

    Beim Asset Deal kauft der Käufer einzelne Wirtschaftsgüter eines Unternehmens – etwa Maschinen, Warenlager, Kundenstamm und Marke – statt der Gesellschaftsanteile.

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