Verkäuferdarlehen

Auch: Vendor Loan, Verkäuferfinanzierung, Kaufpreisstundung

Beim Verkäuferdarlehen stundet der Verkäufer einen Teil des Kaufpreises und erhält ihn in Raten zurück, meist verzinst und oft nachrangig zu Bankkrediten.

Das Verkäuferdarlehen ist bei Nachfolgen im Mittelstand weit verbreitet. Der Käufer zahlt beim Closing nur einen Teil des Kaufpreises, den Rest zahlt er über einige Jahre aus den Erträgen des Unternehmens. Damit sinkt der Betrag, den er über Eigenkapital und Banken aufbringen muss.

Für Banken ist ein Verkäuferdarlehen ein gutes Signal, weil der Verkäufer damit Vertrauen in die Zukunft des Betriebs zeigt. Häufig verlangen sie, dass das Darlehen hinter dem Bankkredit zurücktritt und erst zurückgezahlt wird, wenn die Bank bedient ist. Für den Verkäufer bedeutet das ein Ausfallrisiko. Er sollte auf Sicherheiten, klare Tilgungspläne und Informationsrechte achten und bedenken, dass er im Krisenfall in einer schwächeren Position als die Bank steht.

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Verwandte Begriffe

  • Kaufpreisfinanzierung

    Die Kaufpreisfinanzierung beschreibt, wie ein Käufer den Kaufpreis aufbringt – meist als Mischung aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Förderkrediten und Verkäuferdarlehen.

  • Earn-out

    Ein Earn-out ist ein Kaufpreisteil, der erst nach dem Verkauf und nur dann gezahlt wird, wenn das Unternehmen vereinbarte Ziele wie Umsatz oder Ergebnis erreicht.

  • Bankdarlehen

    Ein Bankdarlehen zur Unternehmensübernahme finanziert einen Teil des Kaufpreises und wird aus den künftigen Erträgen des gekauften Betriebs zurückgezahlt.

  • Eigenkapital

    Eigenkapital ist bei einer Übernahme der Teil des Kaufpreises, den der Käufer aus eigenen Mitteln aufbringt und nicht über Kredite finanziert.

  • Management Buy-out (MBO)

    Beim Management Buy-out übernehmen leitende Mitarbeiter das Unternehmen, in dem sie bereits arbeiten, vom bisherigen Inhaber.

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