Eigenkapital

Auch: Eigenmittel, Eigenanteil

Eigenkapital ist bei einer Übernahme der Teil des Kaufpreises, den der Käufer aus eigenen Mitteln aufbringt und nicht über Kredite finanziert.

Banken und Förderinstitute erwarten bei einer Unternehmensübernahme fast immer, dass der Käufer einen Teil der Finanzierung selbst trägt. Der Eigenanteil zeigt, dass der Käufer selbst ins Risiko geht, und verringert den Kreditbedarf. Wie hoch er sein muss, hängt von der Bank, der Branche und dem Gesamtkonzept ab.

Fehlt eigenes Geld, gibt es Ergänzungen: Nachrangdarlehen und Förderprogramme mit Eigenkapitalcharakter, stille Beteiligungen, Mezzanine-Kapital oder ein Verkäuferdarlehen, das die Bank wirtschaftlich wie Eigenkapital betrachtet, wenn es nachrangig gestellt wird. Neben der Kaufpreisfinanzierung sollte der Käufer eine Reserve für Anlaufkosten, Working Capital und unerwartete Ausgaben einplanen. Viele Übernahmen geraten nicht am Kaufpreis, sondern an fehlender Liquidität in den ersten Monaten in Schwierigkeiten.

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Verwandte Begriffe

  • Kaufpreisfinanzierung

    Die Kaufpreisfinanzierung beschreibt, wie ein Käufer den Kaufpreis aufbringt – meist als Mischung aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Förderkrediten und Verkäuferdarlehen.

  • Bankdarlehen

    Ein Bankdarlehen zur Unternehmensübernahme finanziert einen Teil des Kaufpreises und wird aus den künftigen Erträgen des gekauften Betriebs zurückgezahlt.

  • Mezzanine-Kapital

    Mezzanine-Kapital ist eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital, etwa ein Nachrangdarlehen oder eine stille Beteiligung, die Finanzierungslücken schließen kann.

  • Verkäuferdarlehen

    Beim Verkäuferdarlehen stundet der Verkäufer einen Teil des Kaufpreises und erhält ihn in Raten zurück, meist verzinst und oft nachrangig zu Bankkrediten.

  • Working Capital

    Working Capital ist das im laufenden Geschäft gebundene Kapital, meist Vorräte plus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen.

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