Earn-out

Auch: Earnout, erfolgsabhängiger Kaufpreis

Ein Earn-out ist ein Kaufpreisteil, der erst nach dem Verkauf und nur dann gezahlt wird, wenn das Unternehmen vereinbarte Ziele wie Umsatz oder Ergebnis erreicht.

Earn-outs überbrücken unterschiedliche Preisvorstellungen. Der Verkäufer hält sein Unternehmen wegen guter Aussichten für wertvoller, der Käufer will nur zahlen, was nachweislich verdient wird. Also wird ein fester Kaufpreis vereinbart und ein variabler Teil, der von Kennzahlen in den Jahren nach der Übergabe abhängt.

Entscheidend ist eine präzise Definition: Welche Kennzahl gilt, wie wird sie ermittelt, welche Bilanzierungsregeln gelten, und was passiert, wenn der Käufer das Geschäft umbaut oder mit einem anderen Betrieb zusammenlegt? Unklare Regeln führen hier besonders häufig zu Streit. Für Verkäufer kleiner Betriebe ist ein Earn-out vor allem dann sinnvoll, wenn sie während der Übergangsphase noch Einfluss auf das Ergebnis haben. Wer sofort ausscheidet, trägt das Risiko von Entscheidungen, auf die er keinen Einfluss mehr hat.

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Verwandte Begriffe

  • Verkäuferdarlehen

    Beim Verkäuferdarlehen stundet der Verkäufer einen Teil des Kaufpreises und erhält ihn in Raten zurück, meist verzinst und oft nachrangig zu Bankkrediten.

  • Übergangsphase

    Die Übergangsphase ist der Zeitraum nach dem Verkauf, in dem der bisherige Inhaber den Käufer einarbeitet und Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter an ihn übergibt.

  • Kaufpreisfinanzierung

    Die Kaufpreisfinanzierung beschreibt, wie ein Käufer den Kaufpreis aufbringt – meist als Mischung aus Eigenkapital, Bankdarlehen, Förderkrediten und Verkäuferdarlehen.

  • EBIT

    EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und zeigt, was ein Unternehmen mit seinem operativen Geschäft verdient – unabhängig von Finanzierung und Steuerlast.

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