Earn-out
Auch: Earnout, erfolgsabhängiger Kaufpreis
Ein Earn-out ist ein Kaufpreisteil, der erst nach dem Verkauf und nur dann gezahlt wird, wenn das Unternehmen vereinbarte Ziele wie Umsatz oder Ergebnis erreicht.
Earn-outs überbrücken unterschiedliche Preisvorstellungen. Der Verkäufer hält sein Unternehmen wegen guter Aussichten für wertvoller, der Käufer will nur zahlen, was nachweislich verdient wird. Also wird ein fester Kaufpreis vereinbart und ein variabler Teil, der von Kennzahlen in den Jahren nach der Übergabe abhängt.
Entscheidend ist eine präzise Definition: Welche Kennzahl gilt, wie wird sie ermittelt, welche Bilanzierungsregeln gelten, und was passiert, wenn der Käufer das Geschäft umbaut oder mit einem anderen Betrieb zusammenlegt? Unklare Regeln führen hier besonders häufig zu Streit. Für Verkäufer kleiner Betriebe ist ein Earn-out vor allem dann sinnvoll, wenn sie während der Übergangsphase noch Einfluss auf das Ergebnis haben. Wer sofort ausscheidet, trägt das Risiko von Entscheidungen, auf die er keinen Einfluss mehr hat.