Locked Box
Auch: Locked-Box-Mechanismus
Bei der Locked Box wird der Kaufpreis auf Basis eines zurückliegenden Abschlusses vereinbart; der Verkäufer darf ab diesem Stichtag keine Werte mehr aus dem Unternehmen ziehen.
Die Parteien einigen sich auf eine Bilanz zu einem Stichtag vor dem Signing, zum Beispiel den letzten Jahresabschluss. Auf dieser Grundlage werden Nettofinanzverschuldung und Working Capital festgestellt und ein fester Kaufpreis vereinbart. Ab dem Stichtag gehen Gewinne und Verluste wirtschaftlich auf den Käufer über.
Damit der Wert in der Zwischenzeit nicht abfließt, verpflichtet sich der Verkäufer, keine Ausschüttungen, ungewöhnlichen Zahlungen an sich selbst oder nahestehende Personen und vergleichbare Vermögensabflüsse vorzunehmen. Solche unzulässigen Abflüsse heißen Leakage und sind Euro für Euro zu erstatten. Die Locked Box ist einfacher und schneller als Closing Accounts. Sie setzt voraus, dass der Stichtagsabschluss verlässlich ist und dass zwischen Stichtag und Closing nicht zu viel Zeit vergeht.