Net Debt
Auch: Nettofinanzverschuldung, Nettoverschuldung, Nettofinanzschulden
Net Debt ist die Nettofinanzverschuldung eines Unternehmens: verzinsliche Finanzschulden und schuldenähnliche Posten abzüglich liquider Mittel.
Die Nettofinanzverschuldung ist das Bindeglied zwischen Unternehmenswert und Kaufpreis. Vom Unternehmenswert, wie er etwa über ein EBIT-Multiple ermittelt wird, wird die Net Debt abgezogen, um den Wert der Anteile zu erhalten. Hat das Unternehmen mehr Cash als Schulden, erhöht sich der Kaufpreis entsprechend.
Unstrittig zählen Bankkredite, Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und Gesellschafterdarlehen dazu. Umstritten sind oft schuldenähnliche Posten wie Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen, rückständige Investitionen oder erhaltene Anzahlungen. Hier entscheidet die Verhandlung. Bei Asset Deals spielt die Nettofinanzverschuldung meist keine Rolle, weil der Käufer die Finanzschulden ohnehin nicht übernimmt.