Normalisiertes Ergebnis

Auch: bereinigtes EBIT, Adjusted EBIT, nachhaltiges Ergebnis

Das normalisierte Ergebnis ist das um Einmaleffekte, private Kosten und einen marktüblichen Unternehmerlohn bereinigte Ergebnis, das ein Käufer dauerhaft erwarten kann.

Jahresabschlüsse kleiner Unternehmen bilden den nachhaltigen Ertrag oft nur unvollständig ab. Einmalige Ereignisse wie ein Rechtsstreit, eine Versicherungsleistung oder ein Großauftrag verzerren das Ergebnis. Dazu kommen private Kosten über den Betrieb, Familienangehörige mit unüblichen Gehältern oder Mieten an den Inhaber, die vom Marktniveau abweichen.

Bei der Normalisierung werden diese Effekte herausgerechnet und ein angemessener Lohn für die Geschäftsführung angesetzt. Das Ergebnis ist die Basis für Multiplikator- und Ertragswertverfahren. Verkäufer neigen dazu, viele Kosten als einmalig zu deklarieren. Käufer und Banken akzeptieren Bereinigungen aber nur, wenn sie nachvollziehbar belegt sind. Eine Übersicht mit Beträgen, Begründungen und Belegen erleichtert die Verhandlung erheblich.

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Verwandte Begriffe

  • EBIT

    EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern und zeigt, was ein Unternehmen mit seinem operativen Geschäft verdient – unabhängig von Finanzierung und Steuerlast.

  • Unternehmerlohn

    Der kalkulatorische Unternehmerlohn ist ein angenommenes marktübliches Gehalt für die Arbeit des Inhabers, das bei der Bewertung vom Ergebnis abgezogen wird.

  • EBIT-Multiple

    Das EBIT-Multiple ist der Faktor, mit dem das nachhaltige EBIT multipliziert wird, um den Unternehmenswert abzuschätzen.

  • Financial Due Diligence

    Die Financial Due Diligence prüft Zahlen, Ertragskraft, Liquidität und Planung eines Unternehmens, um den Kaufpreis und die Finanzierung abzusichern.

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