Familieninterne Nachfolge

Auch: Nachfolge in der Familie, Generationswechsel

Bei der familieninternen Nachfolge übernimmt ein Familienmitglied den Betrieb – durch Schenkung, Erbfolge, Kauf oder eine Mischung daraus.

Lange war die Übergabe an Kinder der Normalfall im Mittelstand. Heute finden viele Inhaber in der eigenen Familie niemanden mehr, der den Betrieb weiterführen möchte oder kann. Gelingt die familieninterne Nachfolge, bietet sie Kontinuität für Mitarbeiter und Kunden und lässt sich oft schrittweise über mehrere Jahre gestalten.

Die Gestaltung reicht von der Schenkung unter Lebenden über einen Verkauf gegen Raten oder Versorgungsleistungen bis zur Übertragung im Erbfall. Erbschaft- und Schenkungsteuer, Pflichtteilsansprüche anderer Familienmitglieder und die Altersversorgung des Übergebers müssen dabei zusammen gedacht werden – hier ist fachkundige Beratung unverzichtbar. Ein häufiger Konfliktpunkt ist die Rolle des Seniors nach der Übergabe. Klare Absprachen zu Verantwortung, Zeitplan und Mitspracherechten verhindern, dass der Betrieb zwei Chefs hat.

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Verwandte Begriffe

  • Unternehmensnachfolge

    Unternehmensnachfolge bezeichnet die Übergabe eines Unternehmens vom bisherigen Inhaber an einen Nachfolger – innerhalb der Familie, an Mitarbeiter oder an externe Käufer.

  • Management Buy-out (MBO)

    Beim Management Buy-out übernehmen leitende Mitarbeiter das Unternehmen, in dem sie bereits arbeiten, vom bisherigen Inhaber.

  • Übergangsphase

    Die Übergangsphase ist der Zeitraum nach dem Verkauf, in dem der bisherige Inhaber den Käufer einarbeitet und Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter an ihn übergibt.

  • Verkäuferdarlehen

    Beim Verkäuferdarlehen stundet der Verkäufer einen Teil des Kaufpreises und erhält ihn in Raten zurück, meist verzinst und oft nachrangig zu Bankkrediten.

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