Vorläufiges Verfahren · Investor gesucht

Feinkost-Filialist Oil & Vinegar Deutschland: 19 Läden und Franchisesystem in Insolvenz

Deutsche Franchisegeberin der Feinkostmarke Oil & Vinegar aus Cochem mit 19 eigenen Läden, drei Franchisenehmern und rund 80 Beschäftigten im vorläufigen Insolvenzverfahren. Der Betrieb läuft weiter, erste Interessenten gibt es.

Deutschland · Cochem, Rheinland-PfalzVollständigkeit 50%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
80
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
26.05.2026

Beschreibung

Die Francisco Deutschland GmbH mit Sitz in Cochem an der Mosel ist die deutsche Franchisegeberin der Feinkostmarke Oil & Vinegar. Sie betreibt bundesweit 19 eigene Fachgeschäfte und betreut ein Netz von drei Franchisenehmern. Beschäftigt sind rund 80 Mitarbeiter. Das Sortiment konzentriert sich auf hochwertige Öle und Essige, im Schnitt rund 60 Sorten. Dazu kommen Dips, Tapenaden, Dressings, Gewürze, Saucen, Pasta und weitere kulinarische Spezialitäten. Kunden können die Produkte in den Läden vor dem Kauf probieren und daran riechen. Das Konzept entstand 1999 in den Niederlanden und ist heute als internationale Fachhandelskette in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, den USA und Brasilien vertreten. Stand des Verfahrens: Das Amtsgericht Cochem hat am 21. Mai 2026 das vorläufige Insolvenzverfahren angeordnet und einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Die deutsche Gesellschaft gehört zu einer niederländischen Muttergesellschaft, die im April 2026 in den Niederlanden Insolvenz angemeldet hat. Deren Zusammenbruch ist der wesentliche Grund für den Antrag in Deutschland. Daneben belasteten die allgemeine Kaufzurückhaltung im Einzelhandel, hohe Lebenshaltungs- und Energiekosten sowie die Inflation das Geschäft. Alle Filialen und der Firmensitz in Cochem arbeiten ohne Einschränkungen weiter, die Läden sollen geöffnet bleiben. Über den Online-Shop können derzeit keine Waren bestellt werden. Löhne und Gehälter sind für Mai bis Juli 2026 über das Insolvenzgeld gesichert, eine Vorfinanzierung ist eingerichtet. Geschäftsführung und vorläufiger Insolvenzverwalter verhandeln mit Vermietern, Lieferanten, Banken und weiteren Partnern, um den Betrieb zu stabilisieren und eine Fortführung zu ermöglichen. Ziel ist, das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Erste Interessenten, die die Filialen weiterführen wollen, haben sich bereits gemeldet.

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