Verfahren eröffnet · Investor gesucht

Königsbrunner Traditionsunternehmen: Investor übernimmt 44 Arbeitsplätze

Nach einem Eigenverwaltungsverfahren wurde der Geschäftsbetrieb einer GmbH bei Augsburg samt 44 Arbeitsplätzen auf eine neue Gesellschaft übertragen. Ein Unternehmer führt sie als Gesellschafter-Geschäftsführer weiter.

Königsbrunn, BayernVollständigkeit 50%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
k. A.
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
1977
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
13.10.2026

Beschreibung

Hinweis für Kaufinteressenten: Dieses Verfahren ist abgeschlossen. Der Geschäftsbetrieb der Weha Ludwig Werwein GmbH aus Königsbrunn bei Augsburg wurde zum 1. Oktober 2026 im Wege einer übertragenden Sanierung an eine neu gegründete Auffanggesellschaft (Weha GmbH i. G.) verkauft. Ein Erwerb ist daher nicht mehr möglich. Das Unternehmen Die Gesellschaft besteht seit 1977 und wurde zuletzt in zweiter Generation als Familienunternehmen geführt. 2019 wurde die SIS Stein-Industrie-Service GmbH auf sie verschmolzen. Tätigkeitsfeld ist der Groß- und Fachhandel mit Maschinen, Werkzeugen und Zubehör für die steinbearbeitende Industrie und das Handwerk. Die umsatzstärksten Bereiche sind traditionell Transport- und Lagertechnik sowie Diamantwerkzeuge. Daneben umfasst das Sortiment Arbeitsschutz, Trenn-, Schleif- und Oberflächentechnik sowie Grabschmuck. Die wichtigsten Kunden kommen aus Europa, den USA und Asien; eingekauft wird in Deutschland, Europa, den USA und Asien. Zuletzt beschäftigte das Unternehmen 44 Mitarbeiter. Hintergrund der Insolvenz Nach einer kurzen Sonderkonjunktur im Bausektor unmittelbar nach der Corona-Pandemie gingen die Umsätze in den Folgejahren deutlich zurück, zuletzt auf knapp 12 Mio. €. Gründe waren die schwache Baukonjunktur, sinkende Nachfrage im DACH-Raum sowie Lieferschwierigkeiten infolge der Restrukturierung einer früheren Produktion in Polen, die die Liquidität belasteten. Am 8. Juli 2026 stellte die Geschäftsführung Insolvenzantrag beim Amtsgericht Augsburg. Verfahren und Verkauf Das Amtsgericht Augsburg ordnete am 10. Juli 2026 die vorläufige Eigenverwaltung an und bestellte Rechtsanwalt Dr. Alexander Zarzitzky (Anchor Rechtsanwälte) zum vorläufigen Sachwalter. Der Geschäftsbetrieb lief während des gesamten Verfahrens ohne Unterbrechung weiter. Im Rahmen eines strukturierten M&A-Prozesses wurden 181 potenzielle Interessenten angesprochen. Erwerber ist ein branchenerfahrener Unternehmer aus dem Bereich Diamantwerkzeuge, der die neue Gesellschaft als alleiniger und geschäftsführender Gesellschafter führt. Alle 44 Arbeitsplätze wurden übernommen. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Ausblick Die neue Gesellschaft setzt das Geschäft eigenständig fort. Geplant sind die Weiterentwicklung von Sortiment, Prozessen und Beschaffung sowie der Ausbau der digitalen Angebote und des Onlineshops.

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