Gießereitechnik-Systemanbieter aus Alfeld im Insolvenzverfahren: Investor gesucht
Ein Maschinenbauer aus Niedersachsen mit rund 110 Mitarbeitern und ca. 32 Mio. € Umsatz baut Form- und Gießereianlagen und Sandaufbereitung. Er ist vorläufig insolvent, der Betrieb läuft weiter und ein M&A-Prozess ist gestartet.
Deutschland · Alfeld, NiedersachsenVollständigkeit 60%

Symbolbild
Beschreibung
Zum Verkauf steht die Künkel Wagner Germany GmbH, ein Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Alfeld (Niedersachsen). Das Unternehmen besteht seit mehr als 110 Jahren und entwickelt und fertigt automatisierte Gießereitechnik. Dazu gehören komplette Gießereianlagen ebenso wie modulare Systemkomponenten. Der Jahresumsatz liegt bei rund 32 Mio. €, beschäftigt sind etwa 110 Mitarbeiter.
Leistungsspektrum: Die Schwerpunkte sind Formanlagen, Sandaufbereitungstechnik und automatisierte Gießtechnik. Die besondere Stärke des Unternehmens ist es, diese Systeme prozessübergreifend miteinander zu verbinden. Außerdem entwickelt es Automatisierungslösungen, die Energie und Ressourcen sparen. In der Branche ist das Unternehmen als Hersteller robuster und langlebiger Maschinen und Anlagen bekannt.
Kunden und Märkte: Zu den Kunden gehören vor allem Gießereien sowie Hersteller und Zulieferer aus der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Diese sitzen in Europa, Nord- und Südamerika und Asien. Zu den bisherigen Referenzkunden zählen Volvo Powertrain, der Gießereibereich der Daimler AG und Caterpillar. Das Unternehmen hat Erfahrung im internationalen Geschäft.
Hintergrund der Insolvenz: Belastet haben vor allem die stark gestiegenen Energie- und Betriebskosten und die anhaltend schwache Automobilindustrie in Deutschland. Die entstandene Liquiditätslücke konnte das Unternehmen nicht mehr dauerhaft selbst schließen. Deshalb wurde ein Insolvenzantrag gestellt.
Stand des Verfahrens: Es läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Der Geschäftsbetrieb geht ohne Einschränkung weiter. Bestehende Aufträge werden wie geplant abgearbeitet, neue Aufträge aus dem In- und Ausland werden weiter angenommen. Löhne und Gehälter sind bis Ende November 2026 über das Insolvenzgeld gesichert. Bis dahin soll sich das Unternehmen so weit stabilisieren, dass es die Personalkosten wieder aus dem laufenden Geschäft bezahlen kann. Die Mitarbeiter sind über die Lage informiert.
Investorensuche: Das Unternehmen kann auf Dauer voraussichtlich nur mit einem Investor weitergeführt werden. Dafür wurde ein strukturierter M&A-Prozess gestartet, den eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durchführt. Ein passender Partner mit Branchenerfahrung soll bis Dezember gefunden sein. Angesprochen sind Finanzinvestoren, Beteiligungsgesellschaften und Unternehmen aus verwandten Branchen.
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