Verfahren eröffnet · Investor gesucht

Crowdinvesting-Plattformen: Absichtserklärung zur Übernahme von Emittentenbetreuung und Investorenbasis

Der Insolvenzverwalter einer Dresdner Crowdinvesting-Gruppe und ein Finanzdienstleister haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Sie betrifft die Betreuung der Emittenten und die Investorenbasis dreier Plattformen.

Dresden, SachsenVollständigkeit 40%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
k. A.
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
15.10.2026

Beschreibung

Die OneCrowd GmbH mit Sitz in Dresden betreibt eine Plattform für digitales Crowdinvesting und alternative Investments. Auf ihr sind die früheren Plattformen Seedmatch, Econeers und Mezzany zusammengeführt. Diese standen bis 2025 für Beteiligungen an Startups und Wachstumsunternehmen, an nachhaltigen Projekten und an Immobilien. Zum Bestand gehören derzeit rund 70 laufende Finanzierungsprojekte mit einem Fundingvolumen von rund 33,6 Mio. €. Auf der Plattform sind rund 101.000 Nutzer registriert. Etwa 30.000 davon haben bereits investiert. Stand des Verfahrens: Für drei Gesellschaften der Gruppe wurden beim Amtsgericht Dresden Insolvenzanträge gestellt. Über das Vermögen der OneCrowd GmbH wurde am 1. Oktober 2026 das Insolvenzverfahren eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Christian Heintze von der Kanzlei BBL Brockdorff bestellt. Für die Tochtergesellschaften OneCrowd Securities GmbH und OneCrowd Loans GmbH laufen vorläufige Verfahren. Auch hier kommen die vorläufigen Verwalter aus derselben Kanzlei. Transaktion: Der Insolvenzverwalter und die beiden Tochtergesellschaften haben mit Zustimmung der vorläufigen Verwalter am 14. Oktober 2026 eine Absichtserklärung mit einer Hamburger Crowdinvesting-Gruppe unterzeichnet. Diese erhält das exklusive Recht, die Verwaltung der laufenden Projekte zu übernehmen. Den Emittenten sollen neue Betreuungsverträge mit dem Erwerber angeboten werden. Die registrierten Nutzer können sich auf einer Plattform des Erwerbers anmelden und ihre Investments dort weiter verfolgen. Der Vollzug hängt noch vom Abschluss endgültiger Verträge ab. Fortführung und Personal: Ein Zuschuss des Erwerbers an die Insolvenzmasse sichert den Plattformbetrieb zunächst bis zum 31. Oktober 2026. Eine Verlängerung um bis zu zwei Monate ist möglich. Allen sieben Beschäftigten wurde gekündigt. Fünf von ihnen sind freigestellt. Zwei betreuen den Betrieb und die Überleitung in den kommenden Wochen weiter. Wegen der exklusiven Absichtserklärung ist ein offener Investorenprozess derzeit nicht erkennbar. Fragen zum Verfahren beantwortet die Kanzlei des Insolvenzverwalters.

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