Eigenverwaltung · Investor gesucht

Detmolder Hersteller von Bodenbelägen saniert sich im Schutzschirmverfahren

Ein Hersteller von Bodenbelägen und Akustiklösungen mit rund 280 Beschäftigten ist mit Beschluss vom 9. Oktober 2026 in ein Schutzschirmverfahren eingetreten. Der Betrieb läuft uneingeschränkt weiter.

Detmold, Nordrhein-WestfalenVollständigkeit 40%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
k. A.
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
16.10.2026

Beschreibung

Die Windmöller GmbH aus Detmold (Nordrhein-Westfalen) entwickelt und produziert Bodenbeläge und Akustiklösungen. Bekannt ist sie vor allem durch ihre Dachmarke wineo. Das Familienunternehmen wird in dritter Generation geführt und ist seit mehr als 75 Jahren am Markt. Es hat ein weltweites Vertriebsnetz und Tochtergesellschaften in Polen und den USA. Kennzahlen: Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die Gesellschaft rund 83 Mio. € Umsatz. Sie beschäftigt rund 280 Mitarbeiter. Verfahrensstand: Am 9. Oktober 2026 hat das Amtsgericht Detmold dem Antrag auf ein Schutzschirmverfahren stattgegeben. Die Gesellschaft saniert sich damit in Eigenverwaltung. Die Geschäftsführung bleibt im Amt und wird von einem gerichtlich bestellten vorläufigen Sachwalter beaufsichtigt. Bestellt wurde Dr. Yorck T. Streitbörger (Streitbörger PartGmbB, Bielefeld). Laut der Bescheinigung nach § 270d InsO liegt keine Zahlungsunfähigkeit vor und die Sanierung ist nicht offensichtlich aussichtslos. Für die Vorlage eines Insolvenzplans gilt eine Frist von höchstens drei Monaten. Die Geschäftsführung wird von externen Restrukturierungsberatern und Rechtsanwälten unterstützt, darunter ein CFO/CRO. Hintergrund: In den letzten drei Monaten vor dem Antrag ist der Umsatz deutlich gesunken. Grund war vor allem die schwache Nachfrage im Handelssegment für Bodenbeläge infolge der Krise in der Baubranche. Neue Absatzkanäle konnten die Rückgänge im Handelsgeschäft bislang nicht ausreichend auffangen. Das Unternehmen befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits seit mehr als zwei Jahren in einer Sanierung. Fortführung: Der Geschäftsbetrieb läuft ohne Einschränkungen weiter. Laufende Aufträge werden abgewickelt und neue Aufträge werden angenommen. Löhne und Gehälter sind bis auf Weiteres gesichert. In den nächsten Wochen prüft die Geschäftsführung die Sanierungsoptionen. Ziel ist, das Unternehmen im Laufe des kommenden Jahres neu aufzustellen. Hinweis für Interessenten: Die Mitteilung nennt keinen Investorenprozess, geplant ist eine Sanierung aus eigener Kraft. Anfragen zum Verfahren richten Sie an den vorläufigen Sachwalter.

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