BHKW-Portfolio aus Insolvenz: knapp 60 Energieanlagen in Norddeutschland zu verkaufen

Im Insolvenzverfahren der Luana-Energie-Gruppe werden knapp 60 Blockheizkraftwerke und weitere Energieanlagen mit Schwerpunkt Norddeutschland verkauft. Interessenbekundungen sind bis Ende November 2026 möglich.

Deutschland · Schleswig-HolsteinVollständigkeit 40%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
k. A.
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
19.10.2026

Beschreibung

Zum Verkauf steht das Energieportfolio der insolventen Luana-Energie-Gruppe mit Sitz der Konzernmutter in Geesthacht (Schleswig-Holstein). Es umfasst knapp 60 Blockheizkraftwerke sowie weitere Energieanlagen unterschiedlicher Größe. Die meisten Anlagen stehen in Norddeutschland. Für das Portfolio läuft ein strukturierter Investorenprozess, der gerade begonnen hat. Zum Unternehmen: Die Gruppe hat Energietechnik und Energieversorgungsanlagen entwickelt, projektiert, errichtet und betrieben. Im Mittelpunkt standen thermische und elektrische Erzeugungsanlagen, vor allem Blockheizkraftwerke, daneben auch Photovoltaikanlagen. Finanziert hat sich die Gruppe unter anderem über Anleihen und Nachrangdarlehen, die im Freiverkehr der Börsen Hamburg und Frankfurt gehandelt wurden. Nachdem Zinszahlungen ausblieben, veröffentlichte die BaFin Warnhinweise. Bei den Anleihegläubigerversammlungen nach dem Schuldverschreibungsgesetz wurde jeweils kein gemeinsamer Vertreter der Anleihegläubiger gewählt. Laufender Betrieb: Die Geschäftsbetriebe der Luana Clean Power GmbH und der LCF Blockheizkraftwerke Deutschland PP1 GmbH & Co. KG führt die Insolvenzverwaltung seit Februar 2026 weiter. Der Betrieb wurde stabilisiert, mit den beteiligten Stadtwerken und Gaslieferanten wurde verhandelt, und an den Anlagen wurden umfangreiche Wartungs- und Reparaturarbeiten erledigt. Damit ist die Versorgung von rund 1.700 Haushalten gesichert. Die Blockheizkraftwerke wurden von einem Sachverständigen bewertet. Stand des Verfahrens: Die Luana AG hat kurz vor Weihnachten 2025 Insolvenzantrag gestellt, danach fast alle Tochtergesellschaften ebenfalls. Im August und September 2026 hat das Amtsgericht Schwarzenbek die Verfahren über mehrere Gesellschaften eröffnet, darunter die Luana Clean Power GmbH, die LCF Blockheizkraftwerke Deutschland PP1 GmbH & Co. KG und die Luana Energieversorgung Deutschland GmbH. Zum Insolvenzverwalter bestellt wurde Rechtsanwalt Vanja Alexander Kovacev (CMS). Er betreut zurzeit zehn Gesellschaften der Gruppe in eröffneten Verfahren. Unterstützt wird die Verwaltung von Beratern für Kapitalmarkt-, Insolvenz- und Energierecht, für wirtschaftliche Planung und Interims-Management sowie im M&A-Prozess. Kontakt für Interessenten: Schon in den vorläufigen Verfahren haben sich zahlreiche Kaufinteressenten gemeldet. Weitere Interessenbekundungen nehmen die Insolvenzverwaltung und die mit dem Investorenprozess beauftragte Saxenhammer Advisory GmbH bis Ende November 2026 entgegen.

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