Eigenverwaltung · Investor gesucht

Baumaschinenhersteller: Geschäftsbetrieb an türkischen Investor verkauft

Das operative Geschäft einer insolventen niedersächsischen Baumaschinengruppe wurde im Juni 2026 notariell verkauft. Der Vollzug hängt noch von kartell- und außenwirtschaftsrechtlichen Freigaben ab.

NiedersachsenVollständigkeit 40%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
k. A.
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
02.10.2026

Beschreibung

Die Atlas-Gruppe ist ein Hersteller von Baumaschinen aus Niedersachsen. Sie beschäftigt rund 400 Mitarbeiter an den Standorten Ganderkesee, Delmenhorst und Vechta. Der operative Geschäftsbetrieb ist inzwischen verkauft. Für weitere Interessenten steht das Unternehmen daher nicht mehr zur Verfügung. Zum Verfahren: Am 6. Februar 2026 ordnete das Amtsgericht Delmenhorst die vorläufige Eigenverwaltung an. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Hendrik Gittermann von der Kanzlei REIMER bestellt. Am 1. Juni 2026 eröffnete das Gericht das Insolvenzverfahren und bestätigte ihn als Sachwalter. Die Geschäftsführung wurde von zwei Sanierungsexperten als Generalbevollmächtigten unterstützt. Grund für den Insolvenzantrag war die seit längerem schwache Lage in der Bauwirtschaft und bei den Baumaschinen. Die Auftragseingänge waren deutlich zurückgegangen und die Werke weniger ausgelastet. Zum Verkauf: Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft führte einen strukturierten Investorenprozess mit internationalen Bietern durch. Am Ende erhielt eine private türkische Industrieholding den Zuschlag. Sie hat rund 1.800 Beschäftigte und ist mit mehreren Gesellschaften in den Bereichen Baumaschinen, Landmaschinen, Energie und Technologie tätig. Zur Gruppe gehören unter anderem Marken für Traktoren, Baumaschinen und Arbeitsbühnen sowie eine Tochter in Kanada. Am 11. Juni 2026 wurde der Kaufvertrag notariell beurkundet. Der Vollzug hängt noch von den Freigaben durch die Kartell- und Außenwirtschaftsbehörden ab. Der Abschluss war für den Sommer 2026 erwartet. Mit dem Kauf will der Käufer seine Präsenz in Europa ausbauen. Er erhält das Know-how im Baumaschinenbau, eine eingeführte Marke und das bestehende Netz aus Händlern und Kunden. Laut Sachwalter wird der Betrieb fortgeführt und die Marke Atlas bleibt bestehen.

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