Verfahren eröffnet · Investor gesucht

Weha Ludwig Werwein GmbH: Großhandel für Steinbearbeitung an Investor verkauft

Der Großhändler für Maschinen, Werkzeuge und Zubehör für die Steinbearbeitung aus Königsbrunn ist in Eigenverwaltung an einen Investor verkauft worden. Alle 44 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

Deutschland · Königsbrunn, BayernVollständigkeit 70%
Symbolbild
Jahresumsatz
12 Mio. €
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
44
Umsatz je Mitarbeiter
272.727 €
Gegründet
1977
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
12.10.2026

Beschreibung

Für den Geschäftsbetrieb der Weha Ludwig Werwein GmbH aus Königsbrunn bei Augsburg (Bayern) ist im Eigenverwaltungsverfahren ein Käufer gefunden worden. Der Betrieb ging zum 1. Oktober 2026 im Wege einer übertragenden Sanierung auf die neu gegründete Weha GmbH i. G. über. Der Investorenprozess ist damit abgeschlossen, das Unternehmen steht nicht mehr zum Verkauf. Das Unternehmen Das 1977 gegründete Familienunternehmen wurde zuletzt in zweiter Generation geführt. 2019 wurde die SIS Stein-Industrie-Service GmbH auf die Gesellschaft verschmolzen. Das Unternehmen betreibt Groß- und Fachhandel mit Maschinen, Werkzeugen und Zubehör für die steinbearbeitende Industrie und das Handwerk. Den größten Umsatzanteil haben traditionell Transport- und Lagertechnik sowie Diamantwerkzeuge. Dazu kommen Arbeitsschutz, Trenn-, Schleif- und Oberflächentechnik sowie Grabschmuck. Die wichtigsten Kunden sitzen in Europa, den USA und Asien. Eingekauft wird in Deutschland, im übrigen Europa, in den USA und in Asien. Zuletzt waren 44 Mitarbeiter beschäftigt. Ursachen der Krise Nach einer kurzen Sonderkonjunktur im Bausektor direkt nach der Corona-Pandemie gingen die Umsätze in den folgenden Jahren deutlich zurück, zuletzt auf knapp 12 Mio. €. Gründe waren die schwache Baukonjunktur, eine geringere Nachfrage in der DACH-Region und Lieferprobleme, die bei der Restrukturierung einer früheren Produktion in Polen entstanden und die Liquidität belasteten. Verfahrensverlauf Am 8. Juli 2026 stellte die Geschäftsführung beim Amtsgericht Augsburg einen Insolvenzantrag. Am 10. Juli 2026 ordnete das Gericht die vorläufige Eigenverwaltung an und bestellte einen vorläufigen Sachwalter. Der Geschäftsbetrieb lief während des gesamten Verfahrens ohne Unterbrechung weiter. In einem strukturierten M&A-Prozess wurden 181 mögliche Interessenten angesprochen. Ergebnis Die Erwerbergesellschaft gehört einem branchenerfahrenen Unternehmer aus dem Bereich Diamantwerkzeuge. Er ist alleiniger Gesellschafter und führt das Unternehmen als Geschäftsführer. Alle 44 Mitarbeiter wurden übernommen. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Die neue Gesellschaft führt das Geschäft eigenständig fort. Geplant sind Verbesserungen bei Sortiment, Prozessen und Beschaffung sowie ein Ausbau der digitalen Angebote und des Onlineshops.

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