Vorläufiges Verfahren · Investor gesucht

Bauelemente-Hersteller in Insolvenz: Investorensuche gestartet

Der vorläufige Insolvenzverwalter hat einen strukturierten Investorenprozess begonnen. Interessenten werden angesprochen und erhalten nach einer Vertraulichkeitsvereinbarung Einblick. Der Großteil der Kundenaufträge kann ausgeliefert werden.

Luhe-Wildenau, BayernVollständigkeit 40%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
k. A.
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
13.10.2026

Beschreibung

Zum Verkauf steht die Höhbauer GmbH mit Sitz in Luhe-Wildenau (Oberpfalz, Bayern). Das Unternehmen stellt Fenster und Türsysteme aus Holz, Aluminium und Kunststoff her und vertreibt diese. Außerdem gehören Wintergärten zum Programm. Laut Verwalter ist der Betrieb in der Region stark verankert. Er verfügt über ein hochqualifiziertes Personal und umfangreiches Wissen in der Fertigung. Zur Insolvenz kam es durch steigende Kosten für Energie, Material und Personal sowie durch höhere Zinsen. Dadurch ging die Nachfrage nach Neubau- und Sanierungsprojekten deutlich zurück. Weil der Umsatz sank, war die langfristige Finanzierung nicht mehr gesichert, und die Geschäftsführung stellte einen Insolvenzantrag. Seit dem 22. September 2026 läuft ein vorläufiges Insolvenzverfahren. Der Geschäftsbetrieb geht weiter. Derzeit werden vor allem die offenen Aufträge abgearbeitet. Betroffen sind rund 800 Kunden. Jeder Auftrag wurde daraufhin geprüft, ob er sich wirtschaftlich und insolvenzrechtlich noch ausführen lässt. Fast alle Aufträge, die vor dem Insolvenzantrag erteilt und angezahlt wurden, können erfüllt werden. In den meisten Fällen werden die Fenster ohne Mehrkosten für den Kunden geliefert. In den übrigen Fällen ist eine zusätzliche Zahlung fällig, die im Verhältnis zur Auftragssumme moderat ist. Ihre Höhe richtet sich nach der geleisteten Anzahlung und danach, wie weit der Auftrag schon fertiggestellt ist. Nur in zehn Fällen ist eine Fertigstellung nicht möglich. Laut Verwalter unterstützt die Belegschaft die Abwicklung der Aufträge mit großem Einsatz. Zum Verfahren: Der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm von der Kanzlei Schultze & Braun hat einen strukturierten Investorenprozess gestartet. Mögliche Interessenten werden gezielt gesucht und angesprochen. Wer eine Vertraulichkeitsvereinbarung unterschreibt, erhält Zugang zu den Unternehmenszahlen und -daten und kann danach ein erstes Angebot abgeben. Interessierte Investoren wenden sich an den vorläufigen Insolvenzverwalter.

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