Eigenverwaltung · Investor gesucht

Katholischer Sozialverband für Mädchen und Frauen in Stuttgart in Eigenverwaltung

Ein Träger sozialer Einrichtungen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart mit rund 160 Beschäftigten saniert sich in Eigenverwaltung. Alle Einrichtungen laufen weiter, die Angebote werden ergebnisoffen geprüft.

Deutschland · Stuttgart, Baden-WürttembergVollständigkeit 50%
Symbolbild
Jahresumsatz
auf Anfrage
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
160
Umsatz je Mitarbeiter
k. A.
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
23.10.2026

Beschreibung

Der IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Diözese Rottenburg-Stuttgart e. V. mit Sitz in Stuttgart hat beim Amtsgericht Stuttgart ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Das Gericht hat eine vorläufige Sachwalterin bestellt, die den Vorstand beaufsichtigt. Zusätzlich begleitet ein Sanierungsexperte als Generalbevollmächtigter das Verfahren. Der Betrieb läuft in allen Einrichtungen ohne Einschränkungen weiter. Tätigkeit und Einrichtungen Der Verband ist seit mehr als 100 Jahren in der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig und setzt sich vor allem für Mädchen und junge Frauen ein. Er arbeitet in der Jugendsozialarbeit, in Migration und Integration, in der Bildung und bei der Teilhabe. Zum Angebot gehören unter anderem: - die Projekte Blossom und HER Career - das interkulturelle Mädchen- und Frauenzentrum ZIMA - ein Wohnheim für junge Frauen (Hildegardisheim Stuttgart) - Jugendmigrationsdienste - Bildungs- und Anerkennungsberatung - Jugendsozialarbeit an beruflichen Schulen - mehrere Bahnhofsmissionen - mehrere Kindertageseinrichtungen Für den Verein arbeiten rund 160 Beschäftigte. Getragen wird er von rund 30 Mitgliedern, die ihn ideell, finanziell oder ehrenamtlich unterstützen. Ursachen der Krise Die Kosten für Personal, Material und Energie sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Die Zuschüsse, von denen die soziale Arbeit abhängt, sind nicht im gleichen Maß gewachsen, und teilweise mussten Zuschüsse zurückgezahlt werden. Dazu kamen ein erheblicher Sanierungsstau und Brandschutzauflagen im Hildegardisheim in Stuttgart. Die dadurch entstandene Liquiditätslücke konnte der Verein nicht mehr allein schließen. Stand des Verfahrens In den kommenden Wochen prüft der Vorstand, wie wirtschaftlich die einzelnen Angebote sind. Die Prüfung ist ergebnisoffen und betrifft alle Handlungsoptionen, die eine Eigenverwaltung bietet. Ziel ist, möglichst viele Angebote dauerhaft zu erhalten und Abläufe effizienter zu gestalten. Konkrete Ergebnisse werden im neuen Jahr erwartet. Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis zum Jahresende gesichert. Ab Januar soll der Verein die Personalkosten wieder aus dem laufenden Betrieb tragen können.

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