SaaS für Digital Product Passport und QR-Rückverfolgbarkeit: 40 % Beteiligung für 120.000 €
Weit entwickelte Multi-Tenant-Plattform für QR-Etiketten, Rückverfolgbarkeit und digitale Produktpässe (GS1 Digital Link, EPCIS 2.0) aus Antwerpen. Gesucht wird ein aktiver Partner für 40 % in einer neuen Gesellschaft.
Deutlich teuer im Vergleich zu 80 Angeboten aus „Software / SaaS“ in Europa (zu wenige in Belgien).
Automatischer Vergleich mit anderen Angebotspreisen, keine Unternehmensbewertung. Nennt eine Quelle nur Spannen, rechnen wir mit deren Mittelwert.
Beschreibung
Angeboten wird eine Beteiligung an einer Softwareplattform für digitale Produktkennzeichnung per QR-Code, Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette und digitale Produktpässe (Digital Product Passport, DPP). Die Plattform basiert auf den offenen Standards GS1 Digital Link und EPCIS 2.0. Produktdaten werden kryptografisch signiert, die Architektur ist mandantenfähig (Next.js, Supabase). Entwickelt hat sie ein 2020 gegründetes Software- und Beratungsunternehmen aus Antwerpen, das auf die Digitalisierung der Agrar- und Lebensmittelbranche spezialisiert ist.
Funktionsumfang:
- Ein QR-Code je Produkt nach GS1 Digital Link, über den Verbraucher, Handel und Aufsichtsbehörden jeweils die für sie bestimmte Datenebene erreichen
- Rückverfolgung von Chargen und Ereignissen in der Lieferkette nach EPCIS 2.0
- Datenmodell für den digitalen Produktpass, vorbereitet für die Anbindung an das EU-DPP-Register
- Signierte und überprüfbare Produktangaben zu Herkunft, Zertifikaten und Nachhaltigkeit
- Mandantenfähig und als White Label nutzbar, mit eigener Marke, Domain und eigenem Erscheinungsbild je Partner
- Produktkatalog, Etiketten-Designer, QR-Erzeugung, Produktpässe, Rückverfolgung, Compliance-Pakete und ein Marktplatz sind bereits funktionsfähig
Das Datenmodell ist nicht an eine Branche gebunden. Über dieselbe QR-Infrastruktur lassen sich Lebensmitteletiketten, Textilpässe oder Batteriepässe abbilden. Die ersten Anwendungen kommen aus dem Lebensmittelbereich. Offen sind noch gründliche End-to-End-Tests mit echten Kunden und der letzte Feinschliff für den Produktivbetrieb. Die Plattform ist bereit für Pilotkunden.
Stand und Zahlen: Das Unternehmen erzielt noch keinen Umsatz. Ein erstes Angebot über 18.000 € für ein Track-and-Trace-Projekt bei einer spanischen Forschungseinrichtung für Lebensmittel liegt dem Kunden vor. Das bisherige Team besteht aus einem Entwickler in Vollzeit, der seit sechs Monaten eingearbeitet ist. Entwicklung, Hosting und Produktleitung stellt das bestehende Team weiterhin über einen Dienstleistungsvertrag mit offengelegten Konditionen bereit.
Marktumfeld: Die EU führt den digitalen Produktpass schrittweise verpflichtend ein. Für Batterien gilt er ab dem 18. Februar 2027, Textilien, Reifen und Aluminium folgen 2027, Möbel 2028. Das EU-Register für Produktpässe ist seit Juli 2026 in Betrieb. Gleichzeitig verlangt die GS1-Initiative „Sunrise 2027“ von Händlern weltweit, 2D- und QR-Codes an der Kasse lesen zu können. Treiber der Nachfrage sind damit ESPR, DPP, EUDR und Sunrise 2027. Viele kleine und mittlere Hersteller verfügen noch über keine passende Datenbasis.
Mögliche Wachstumswege:
1. White Label für Audit- und Zertifizierungsstellen (z. B. IFS, BRC, Halal, Bio, ISO), Wirtschaftsprüfer, Beratungen und Etikettendrucker. Diese bieten die Plattform unter eigener Marke ihren Kunden an und verknüpfen Prüfergebnisse und Zertifikate direkt mit dem QR-Code auf dem Produkt. Ein Prüfer mit vielen Mandanten wird so zum Vertriebskanal.
2. Direktvertrieb an Lebensmittelhersteller und Exporteure, die Transparenzanforderungen des Handels und der EUDR erfüllen müssen.
3. Einführung von Produktpässen in den ersten Pflichtkategorien: Batterien, Textilien und Bekleidung, Reifen, Möbel und Elektronik, vor allem bei kleineren Herstellern und Importeuren ohne eigene IT-Abteilung.
Beteiligungsmodell: Die Plattform wird in eine neu zu gründende Gesellschaft eingebracht. Ein Partner soll 40 % der Anteile gegen eine Kapitaleinlage von 120.000 € übernehmen, das entspricht einer Pre-Money-Bewertung von 180.000 €. Der geforderte Preis ist diese Einlage. Sie soll den Betrieb für etwa zwölf Monate finanzieren. Auch eine vollständige Übernahme ist verhandelbar. Das Angebot eignet sich ebenfalls für Audit- oder Zertifizierungsunternehmen, die einen eigenen DPP-Dienst starten wollen.
Gesuchtes Profil: Der Partner arbeitet in Vollzeit mit und bringt die Plattform in den Markt. Er soll technisch genug verstehen, um die Plattform zu durchdringen, zu testen, Lücken zu erkennen und dem Entwicklerteam Prioritäten vorzugeben. Programmieren muss er nicht, gefragt ist ein produktorientierter Macher. Die ersten zehn Kunden soll er selbst gewinnen. Erfahrung in Foodtech, Etikettierung, Compliance-Software oder Zertifizierung ist ein deutlicher Vorteil. Die Tätigkeit ist vollständig remote möglich.