Gießereitechnik-Hersteller aus Niedersachsen in vorläufiger Insolvenz: Investor gesucht

Ein Maschinenbauer für Form-, Sandaufbereitungs- und Gießanlagen in Alfeld mit rund 110 Beschäftigten und ca. 32 Mio. € Umsatz sucht einen Investor. Der Betrieb läuft weiter, ein M&A-Prozess ist gestartet.

NiedersachsenVollständigkeit 60%
Symbolbild
Jahresumsatz
32 Mio. €
Budget
auf Anfrage
EBIT
k. A.
Mitarbeiter
110
Umsatz je Mitarbeiter
290.909 €
Gegründet
k. A.
Verkaufsgrund
Insolvenz
Online seit
15.10.2026

Beschreibung

Zum Verkauf steht die Künkel Wagner Germany GmbH mit Sitz in Alfeld (Niedersachsen). Das Unternehmen besteht seit mehr als 110 Jahren. Es entwickelt und fertigt komplette Gießereianlagen und modulare Systemkomponenten. Schwerpunkte sind Formanlagen, Sandaufbereitung und automatisierte Gießtechnik. Besonders stark ist der Betrieb darin, diese Systeme prozessübergreifend zu verbinden und energie- sowie ressourcensparend zu automatisieren. In der Branche ist er als Hersteller langlebiger, robuster Maschinen und Anlagen bekannt. Zu den Kunden zählen vor allem Gießereien sowie Hersteller und Zulieferer aus der Automobil- und Maschinenbauindustrie. Darunter sind auch international bekannte Konzerne aus dem Automobil-, Motoren- und Baumaschinenbereich. Das Unternehmen liefert nach Europa, Nord- und Südamerika und Asien und hat viel Erfahrung im internationalen Geschäft. Kennzahlen: Der Jahresumsatz liegt bei ca. 32 Mio. €. Beschäftigt sind rund 110 Mitarbeiter, die als erfahrenes Team mit hohem Fachwissen gelten. Gründe für die Insolvenz: Stark gestiegene Energie- und Betriebskosten und die anhaltende Schwäche der deutschen Automobilindustrie haben zu einer Liquiditätslücke geführt. Diese konnte das Unternehmen nicht aus eigener Kraft schließen, deshalb wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Stand des Verfahrens: Das Insolvenzverfahren ist vorläufig. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Tobias Hartwig von der Kanzlei Schultze & Braun. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter. Bestehende Aufträge werden wie geplant abgearbeitet, neue Aufträge aus dem In- und Ausland sind möglich. Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis Ende November 2026 gesichert. Danach sollen sie wieder aus dem laufenden Geschäft bezahlt werden. Nach Einschätzung des Verwalters ist eine dauerhafte Fortführung nur mit einem Investor möglich. Ein passender Partner mit Branchenerfahrung soll bis Dezember gefunden werden. Investorenprozess: Ein strukturierter M&A-Prozess wurde gestartet. Ihn führt eine beauftragte Beratungsgesellschaft durch. Angesprochen sind Finanzinvestoren, Beteiligungsgesellschaften und strategische Käufer aus der Branche. Interessenten wenden sich an den vorläufigen Insolvenzverwalter oder an den für den M&A-Prozess zuständigen Berater.

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